Vom GENOM zum PROTEOM – Der komplexe Weg vom Bauplan zum fertigen Produkt Beendet

Dieser Vortrag findet im Rahmen der MNU in Bremerhaven statt.

Webinar

Termin 16.01.2019, 15:00 - 16:00
ReferentInnen Frau Dr. Denise Richardt-Pargmann
Kontaktinformationen Telefon: +49 511 848646910
Fax: +49 531 708878764
E-Mail: sbz.hannover@westermanngruppe.de
Veranstaltungsort
Onlineveranstaltung

Als im Jahr 2001 das menschliche Genom vollständig sequenziert vorlag, hatten viele Wissenschaftler die Hoffnung, anhand der Daten Krankheiten vorherzusagen, sie zu verhindern oder besser behandeln zu können. Relativ schnell wurde klar, dass die alleinige Kenntnis der reinen Basenabfolge der DNA nicht ausreicht, um die komplexen Vorgänge in Zellen zu erklären und sie im Rahmen von Krankheitsvorhersagen - Prophylaxe und Therapien - nutzen zu können. Die Proteomik beschäftigt sich mit der Erforschung des Proteoms, der Gesamtheit in einer Zelle oder Lebewesen unter definierten Bedingungen vorhandenen Proteine. Im Gegensatz zum statischen Bauplan des Genoms ist das Proteom höchst dynamisch und sehr schnell veränderlich. Zum Beispiel liefern die ca. 25 000 Gene des Menschen die Bauanleitung für die bis zu 400 000 verschiedenen menschlichen Proteine. Dabei ist das Proteom jedes Zelltyps unterschiedlich und zusätzlich von einer Vielzahl an weiteren Faktoren und Umwelteinflüssen abhängig. Erfüllt die Proteomik vielleicht die o.g. Hoffnungen, die die Genomik nicht erfüllen konnte? Auf diese Frage will der Vortrag einerseits Antwort geben. Der Biologieunterricht in der Oberstufe ist durch die im Kerncurriculum verankerten OMIC-Technologien vor die Herausforderung gestellt, die komplizierten Regelmechanismen, die zum Proteom einer Zelle führen, anschaulich für die Schülerinnen und Schüler zu behandeln. Wie dies möglich ist und wie die Proteomik als vielseitiger Unterrichtsgegenstand genutzt werden kann, soll andererseits in dem Vortrag gezeigt werden.

Referentin: Dr. Denise Richardt-Pargmann

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