Fachtag Geografie Hamburg Beendet

Fachtag

Termin 22.02.2020, 00:00
Kontaktinformationen E-Mail: wmz.hamburg@westermanngruppe.de
Veranstaltungsort
MAZZA Hamburg
Moorkamp 5
20357 Hamburg
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Zu unserem Fachtag Geografie laden wir Sie herzlich ein.

Unser Programm bietet Ihnen eine Mischung aus praktischen Anregungen und Informationen für Ihren täglichen Unterricht sowie wissenschaftliche Vorträge zu aktuellen Themen.

Eine umfangreiche Ausstellung mit allen relevanten Geografiewerken gibt Ihnen zudem die Gelegenheit, sich in entspannter Atmosphäre über das Verlagsprogramm zu informieren.

Für Ihr leibliches Wohl ist gesorgt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Das Programm:

9:30 Uhr

Begrüßungskaffee/-tee, Besuch der Ausstellung

10:00 - 11:00 Uhr

W1: 'Der Nordseekabeljau stirbt aus' - wie steht es um die Nutzung der Fischbestände in der Nordsee?

11:00 - 11:15 Uhr

Pause

11:15 - 12:15 Uhr

W2: Zu wenig Nahrung für zu viele Menschen? Tragfähigkeitskonzepte in der Diskussion

12:15 - 13:15 Uhr

Mittagsimbiss

13:15 - 14:15 Uhr

W3: MOSAiC-Expedition - Lehrerin der IGS Bothfeld (Hannover) nahm an Forschungs-Expedition teil

14:15 - 14:30

Pause

14:30 - 15:00 Uhr

W4: Mit digitalen Unterrichtsmaterialien den Unterricht einfach und effizient gestalten - Die BiBox der Westermann Gruppe

Thematisierte Lehrwerke

Veranstaltungen

W1: 'Der Nordseekabeljau stirbt aus' - wie steht es um die Nutzung der Fischbestände in der Nordsee? Beendet

Fachtag Geographie 2020 Hamburg

Immer wieder gibt es Schlagzeilen wie diese: 'der Nordseekabeljau stirbt aus'. Aber stimmt das? Das Institut für Seefischerei in Bremerhaven ist wie andere Forschungsinstitute rund um die Nordsee daran beteiligt, die Daten zur Bewertung der wichtigsten kommerziellen Fischbestände zu sammeln. Der Internationale Rat für Meeresforschung in Kopenhagen nutzt diese Daten, um die Bestandsgrößen der kommerziell wichtigsten Arten in der Nordsee zu ermitteln. Die Bewertung richtet sich dabei nach den Vorgaben der Gemeinsamen Fischereipolitik der EU (Vorsorgeansatz und maximaler Dauerertrag).

Im Vortrag werden die Ergebnisse für einige wichtige Fischbestände dargestellt, etwas zur Frage 'nachhaltige Nutzung eines Fischbestandes' aus biologischer wie ökonomischer Sicht erläutert und einige Ergebnisse der Forschung zu den (möglichen) Folgen des Klimawandels ergänzt.

Referent: Dr. Ralf Döring, Johann Heinrich von Thünen Institute

Termin 22.02.2020, 10:00 - 11:00
Veranstaltungsort MAZZA Hamburg
Moorkamp 5
20095 Hamburg

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W2: Zu wenig Nahrung für zu viele Menschen? Tragfähigkeitskonzepte in der Diskussion Beendet

"Eine Welt endlicher Größe kann nur eine Bevölkerung endlicher Größe ernähren; deshalb muss das Wachstum der Bevölkerung eines Tages gleich Null sein." G. Hardin (1968): The Tragedy of the Common

"Hunger gibt es, weil einige Menschen nicht genug Nahrung haben. Nicht weil es nicht genug Nahrung gibt." A. Sen (1983): A Essay on Entitlements and Deprivation.

So wie G. Hardin in seinem einflussreichen Aufsatz bringen auch heute noch viele Wissenschaftler und Politiker Hungerkatastrophen und Umweltzerstörung unmittelbar mit dem Begriff der Überbevölkerung in Zusammenhang. Angesichts einer rasch wachsenden Weltbevölkerung sei das Erreichen der globalen natürlichen Tragfähigkeitsgrenze ein akutes Problem. Die Grundüberlegungen dieser Tragfähigkeitsdiskussion gehen bereits zurück auf den Nationalökonomen Robert Malthus, der in seinem 1798 erschienen "Essay on the Principles of Population" u.a. ein Ende der staatlichen Armenversorgung forderte, da diese die unteren Schichten nur ermuntern würde, noch mehr Kinder als bisher zu bekommen. Auch wenn heutige Malthusianer kein Ende der Entwicklungszusammenarbeit fordern, so sehen sie dennoch die Beschränkung der Geburtenzahlen als die zentrale Aufgabe, ohne die alle Bemühungen um wirtschaftliche Entwicklung, Nahrungsmittelsicherheit oder Umweltschutz erfolglos bleiben müssten.

In meinem Vortrag will ich dieser schlichten Argumentation widersprechen und begründen, warum die demographische Entwicklung als Vorhersageparameter für Umweltzerstörung bzw. Nahrungsmittelkrisen ungeeignet ist. Dabei sind es vor allem drei konzeptionelle Weiterentwicklungen des Tragfähigkeitsansatzes, auf die ich mich stützen werde:

  1. Die absolute Zahl der Menschen ist viel weniger relevant als deren individueller Ressourcenverbrauch. Beachtet man solche Wohlstandsunterschiede, wie es z.B. das Konzept des "Ökologischen Fußabdrucks" tut, dann wird deutlich, dass das ökologische Problem nicht bei den Entwicklungsländern mit den hohen Geburtenraten liegt, sondern in dem übermäßigen Ressourcenverbrauch der Industrieländer.

  2. Die Beziehung zwischen Menschen und den natürlichen Ressourcen ist immer abhängig vom technologischen Stand. So vertrat die dänische Argrarökonomin Esther Boserup eine gegensätzliche These zu Malthus: Erst das Erreichen einer bestimmten Bevölkerungsdichte führt zu Einführung und Entwicklung intensiverer Agrarsysteme, die mehr Menschen ernähren können. Andersherum zeigen viele Beispiele, dass ein regionaler Bevölkerungsrückgang oft mit einer Zunahme der Umweltzerstörung verbunden ist.

  3. Der indische Ökonom und Nobelpreisträger Amartya Sen argumentiert, dass die Annahme, Hungersnöte seien primär auf ein Missverhältnis zwischen dem absoluten Angebot an und der absoluten Nachfrage nach Nahrungsmitteln zurückzuführen, ein folgenreicher Irrtum sei. In seinem Konzept der entitlements stellt er die Zugangsrechte der Personen zu Nahrungsmitteln in das Zentrum der Überlegungen. Fehlen bestimmten Bevölkerungsgruppen (z.B. soziale Schichten, Ethnien, Kasten, Altersgruppen) ausreichende Zugangsrechte, kann es zu dramatischen Hungersnöten kommen, ohne dass es einen absoluten Mangel an Nahrungsmitteln geben müsste.

Zum Abschluss möchte ich für die Idee der Ernährungssouveränität plädieren und Landwirtschaft nicht allein als Produktionsmaschine zur Sättigung hungriger Mäuler sehen, sondern ihre jeweilige ökonomische, soziale, kulturelle und politische Rolle in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten ernst nehmen.

Prof. Dr. Florian Dünckmann, Arbeitsgruppe Kulturgeographie Geographisches Institut, Christian-Albrechts-Universität,Kiel 
Termin 22.02.2020, 11:15 - 12:15
Veranstaltungsort MAZZA Hamburg
Moorkamp 5
20095 Hamburg

W3: MOSAiC-Expedition Beendet

Lehrerin der IGS Bothfeld (Hannover) nahm an Forschungs-Expedition teil

In keinem anderen Gebiet auf der Erde sind die Temperaturveränderungen so deutlich zu spüren, wie in der Arktis, der Region rund um den Nordpol. Über ein Jahr hinweg lässt sich das deutsche Forschungsschiff POLARSTERN deshalb im arktischen Eis einfrieren und sammelt möglichst flächendeckende Klimadaten, um die dort vorgehenden Prozesse noch besser zu verstehen.

Die Lehrerin Friederike Krüger (29) wird von ihren Erfahrungen auf der Forschungsexpedition vom Alfred-Wegener-Institut in die Arktis berichten. Insgesamt sechs Wochen war sie im September und Oktober 2019 auf einem Begleitschiff im Rahmen der größten Arktis-Expedition der Geschichte von Tromso (Norwegen) bis zum 85. Breitengrad unterwegs. Friederike Krüger führte Interviews, filmte die Arbeit der Wissenschaftler und konnte selbst bei den Arbeiten auf der Eisscholle mithelfen. Ihre Erfahrungen arbeitet sie nun als Unterrichtsmaterialien auf, die deutschlandweit an Schulen Verwendung finden sollen. Darunter sind Erklärvideos, Arbeitsblätter, Zeichnungen und interaktives Material. Außerdem hält sie nun Vorträge, um über die Auswirkungen des Klimawandels in der Arktis zu berichten. Aber auch, um den Zuhörern die Arbeit der Wissenschaftler näherzubringen und vor allem junge Menschen für die Polargebiete und die Polarforschung zu begeistern. In Hamburg wird sie Videomaterial und Fotos zeigen, hat aber auch einen originalen Schneeanzug und einige andere Überraschungen im Gepäck.

Termin 22.02.2020, 13:15 - 14:15
Veranstaltungsort MAZZA Hamburg
Moorkamp 5
20095 Hamburg

W4: Mit digitalen Unterrichtsmaterialien den Unterricht einfach und effizient gestalten - Die BiBox der Westermann Gruppe Beendet

Fachtag Geographie 2020 in Hamburg

Die BiBox enthält vielfältiges digitales Lehrermaterial und das komplette digitale Schulbuch. Ob zu Hause oder in der Schule - Sie haben jederzeit alle Materialien zur Hand. Ihre Vorteile auf einen Blick:

- Mit und ohne Internetverbindung nutzbar

- Für PC, Mac, Android oder iPad verfügbar

- Einfach, schnell und effizient den Unterricht vorbereiten

- Alle Lehrermaterialien legal im Unterricht nutzbar

- Einbindung eigener Materialien möglich

- Erstellen Sie Ihr eigenes interaktives Schulbuch

Referenten: Schulberater der Westermanngruppe

Termin 22.02.2020, 14:30 - 15:00
Veranstaltungsort MAZZA Hamburg
Moorkamp 5
20357 Hamburg

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