Wertegemeinschaft Europa – Lyrik und Prosa Johannes Bobrowskis im Unterricht der Sekundarstufe II Beendet

Veranstaltung

Termin 01.04.2014, 15:30 - 17:30
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E-Mail: sbz.duesseldorf@bms-verlage.de
Veranstaltungsort
Schulbuchzentrum
Westenhellweg 107
44137 Dortmund
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Wie kann moderne Lyrik und Prosa in der Schule behandelt werden?
Texte Johannes Bobrowskis (1917-1965) sind durch ihre dem Leser zugewandte Haltung eine Alternative zu den gängigen Thematisierungen von Natur und Geschichte, besonders der Schoah, in der deutschen Nachkriegsliteratur. Bobrowski entwirft Grundbedingungen des Zusammenlebens. Als Brückenbauer zwischen Ost und West steht Bobrowski
exemplarisch für einen Dialog über Grenzen, Gräben und Gräber hinweg, der hinsichtlich des Kulturtransfers unter dem vom Autor so benannten Spannungsverhältnis "die Deutschen und der europäische Osten" im Unterricht und in fächer-verbindenden Projekten heute weiterzuführen ist.


Dr. Maria Behre und Christian Fabritz zeigen, wie relevante und
obligatorische Problemstellungen wie Sprachreflexion vs. Schweigen, engagierte Zeugenschaft vs. distanzierte Beobachtung, Erinnern vs. Gedenktagpathos, politische Verantwortung vs. Vergessen, Kultur der Liebe vs. Kälte der Moderne überzeugend mit Texten Johannes Bobrowskis bearbeitet werden.


Exemplarisch werden u. a. drei Lebensmodelle zur kreativen
Erarbeitung mit Schülerinnen und Schülern vorgestellt: Kants Tischrunde, Chagalls 'franziskanische' Dorfgemeinschaft und Barlachs Kunstexistenz des einsamen Wanderers.

Thematisierte Lehrwerke

Texte.Medien
Johannes Bobrowski: Spur der Stimmen - Ausgewählte Texte aus dem Werk
Textausgabe mit Materialien