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Kursbuch in Bildern
„Das Kursbuch Religion“ entstand in den 1970er Jahren in einer Phase grundlegender Neuorientierung des Religionsunterrichts. Nach dem Scheitern des „biblischen Unterrichts“ wurde intensiv darüber diskutiert, wie religiöse Bildung unter veränderten gesellschaftlichen, schulischen und theologischen Bedingungen gestaltet werden kann. Vor diesem Hintergrund wurde Das Kursbuch als vollständig neuer Typus eines Unterrichtswerks entwickelt, welches themen- und problemorientierte Zugänge mit curricularen Vorgaben verband. Im Zuge zunehmender Heterogenität des Religionsunterrichts wurden und werden bis heute differenzierende Formate entwickelt, die Das Kursbuch konzeptionell ergänzen.
Von Beginn an war Das Kursbuch als durchgängiges Unterrichtswerk für die gesamte Sekundarstufe I konzipiert, mit aufeinander bezogenen Ausgaben für die Jahrgangsstufen 5/6, 7/8 und 9/10; die Bände für die Oberstufe kamen später hinzu. Zugleich verstand sich Das Kursbuch stets als Teil eines größeren Zusammenhangs aus Lehrplan, Unterrichtshilfen und schulischer Praxis. Das redaktionelle Konzept war getragen von der Zusammenarbeit mit Religionslehrkräften und der Auswertung konkreter Unterrichtserfahrungen. Ein Zeitzeuge hielt rückblickend fest, Das Kursbuch habe eine „Eisbrecherfunktion“ übernommen, weil es neue Formen des Religionsunterrichts auch im Rahmen kirchlicher und staatlicher Genehmigungs- und Begutachtungsverfahren ermöglichte.
Entwickelt wurde Das Kursbuch in der Zusammenarbeit von Diesterweg – heute Teil der Westermann Gruppe – und dem Calwer Verlag. Diese Kooperation prägt die Reihe bis heute. Über die Jahrzehnte hinweg wurde Das Kursbuch kontinuierlich weiterentwickelt, ausdifferenziert und an neue schulische Kontexte angepasst. Und mit der BiBox ist Das Kursbuch längst auch digital verfügbar.
Die Abfolge der Ausgaben zeigt einen fortlaufenden Prozess religionspädagogischer Arbeit: „Das Kursbuch Religion“ dokumentiert seine eigene Geschichte und macht zugleich sichtbar, wie sich evangelischer Religionsunterricht bis in die Gegenwart hinein verändert und weiterentwickelt – mit dem Anspruch, diesen Prozess auch künftig fachlich und didaktisch zu begleiten.