Eine aktuelle Publikation der Bertelsmann Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung zeigt, was junge Menschen am Übergang von der Schule in die Ausbildung brauchen – und welche Rolle Ausbildungsbetriebe dabei spielen können.
Viele junge Menschen könnten früher in Ausbildung starten
Die Angebote des Übergangssektors sollen jungen Menschen helfen, sich beruflich zu orientieren, Kompetenzen zu erwerben oder fehlende Voraussetzungen für eine Ausbildung nachzuholen. Dennoch gelingt nur etwa zwei Dritteln innerhalb von drei Jahren der Übergang in eine vollqualifizierende Ausbildung.
Gleichzeitig schätzen Fachkräfte im Übergangssektor, dass ein Viertel der jungen Menschen sofort eine Ausbildung beginnen könnte. Ein weiteres Drittel könnte mit entsprechender Begleitung starten.
Die Zahlen zeigen: Der direkte Einstieg scheitert nicht immer an fehlendem Potenzial. Gezielte Unterstützung kann einen entscheidenden Unterschied machen.
Für die Publikation wurden Leitungen, Fachkräfte und junge Menschen zu ihren Erfahrungen im Übergangssektor befragt. Trotz ihrer unterschiedlichen Perspektiven zieht sich eine Erkenntnis durch die Gespräche: Verlässliche und kontinuierliche Begleitung spielt eine zentrale Rolle.
Leitungen kritisieren fehlende durchgängige Zuständigkeiten. Fachkräfte berichten, dass Zeit- und Personalmangel den Aufbau tragfähiger Beziehungen erschweren. Junge Menschen wünschen sich feste Ansprechpersonen, die sie kennen und über längere Zeit begleiten.
Eine Formulierung aus den Gesprächen bringt diesen Wunsch besonders anschaulich auf den Punkt: Junge Menschen möchten sich „nicht ständig neu erklären müssen“.
Der Wunsch nach Kontinuität endet dabei nicht mit dem Ausbildungsstart. Auch das Ankommen im Betrieb braucht Orientierung und Begleitung.
Der Ausbildungsstart ist selbst ein Übergang
Mit dem Wechsel in die Arbeitswelt kommen neue Anforderungen auf junge Menschen zu: feste Arbeitszeiten, Schichtsysteme und neue Verantwortung können zunächst ungewohnt sein.
Gleichzeitig berichten Fachkräfte von Betrieben, deren Anforderungen für manche junge Menschen im Übergangssektor nur schwer zu erfüllen sind. Die Publikation plädiert deshalb dafür, Betriebe stärker in die Gestaltung von Übergängen einzubeziehen und sie dabei zu unterstützen, auch junge Menschen mit höherem Begleitbedarf erfolgreich auszubilden.
Konkrete Ansatzpunkte für Ausbilder/-innen:
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