Die Ursachen dafür sind vielfältig. Neben demografischen Entwicklungen spielen regionale und berufliche Passungsprobleme, unterschiedliche Erwartungen sowie die Bekanntheit und Attraktivität einzelner Berufe und Betriebe eine Rolle. Nicht alle Faktoren lassen sich von den Ausbildungsunternehmen selbst beeinflussen. An der eigenen Sichtbarkeit und Ansprache können sie jedoch gezielt arbeiten.
Mit einer klaren Strategie können Betriebe jungen Menschen ihre Berufsfelder näherbringen, authentische Einblicke in den Ausbildungsalltag geben und sich als attraktiver Ausbildungsort positionieren.
Wettbewerb um Auszubildende
Qualifizierte Fachkräfte sind in vielen Branchen knapp. Umso wichtiger ist es für Unternehmen, Nachwuchskräfte selbst auszubilden und langfristig an den Betrieb zu binden. Dafür benötigen Ausbildungsbetriebe eine glaubwürdige Arbeitgebermarke. Sie sollten transparent vermitteln, welche Aufgaben Auszubildende erwarten, wie die Zusammenarbeit im Betrieb gestaltet ist und welche Entwicklungs- und Übernahmechancen bestehen. Auch eine angemessene Ausbildungsvergütung, ein gutes Betriebsklima und verlässliche Ansprechpersonen können die Entscheidung für einen Ausbildungsbetrieb beeinflussen.
Es reicht daher häufig nicht mehr aus, eine offene Ausbildungsstelle bei der Agentur für Arbeit zu melden und auf der eigenen Website zu veröffentlichen. Unternehmen müssen dort sichtbar sein, wo sich Jugendliche über Berufe und Ausbildungsbetriebe informieren.
An den richtigen Stellen sichtbar werden
Am Anfang einer Recruiting-Strategie steht die Frage: Wie und mit wessen Unterstützung orientieren sich junge Menschen bei der Berufs- und Ausbildungswahl?
Laut dem azubi.report 2025/26 [1] nennen 22 Prozent der Befragten ihre Eltern als wichtigste Begleiter bei der Berufsorientierung. Social Media folgen mit elf Prozent. Auch künstliche Intelligenz gewinnt an Bedeutung: Mehr als die Hälfte der befragten Schülerinnen und Schüler nutzt KI, um sich über passende Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.
Für Unternehmen ergeben sich daraus mehrere Ansatzpunkte: Sie können mit Schulen und Eltern zusammenarbeiten, attraktive Praktikumsangebote schaffen und ihre Informationen über digitale Kanäle leicht auffindbar machen.
Vier Tipps für eine erfolgreiche Recruiting-Strategie:
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