EinFach Deutsch Unterrichtsmodelle Hans Joachim Schädlich: Der Sprachabschneider Klassen 5 - 7
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Mehr erfahren| ISBN | 978-3-14-022732-2 |
| Region | Alle Bundesländer |
| Schulform | Grundschule 5/ |
| Schulfach | Deutsch |
| Klassenstufe | 5. Schuljahr bis 7. Schuljahr |
| Seiten | 95 |
| Autoren/ | Katharina Kaiser |
| Abmessung | 29,8 x 21,2 cm |
| Einbandart | Broschur |
| Hersteller | Westermann Bildungsmedien Verlag GmbH, Georg-Westermann-Allee 66, 38104 Braunschweig, Deutschland, E-Mail: service@westermann.de |
Dieses Unterrichtsmodell bezieht sich auf folgende Textausgabe aus der Reihe EinFach Deutsch: Hans Joachim Schädlich: Der Sprachabschneider. ISBN 978-3-14-022684-4
Die Erzählung „Der Sprachabschneider“ greift in ihrer Ausgangssituation ein für Kinder nachvollziehbares Problem auf: Wie soll man sich angesichts der vielen Hausaufgaben seiner Freizeit erfreuen? Paul, der Protagonist der Erzählung, kann der Versuchung nicht widerstehen und geht einen gewagten Handel ein. Dabei bietet die Figur zahlreiche Identifikationsmöglichkeiten für junge Leserinnen und Leser. Paul ist ein durchschnittlich begabter Junge, der gerne träumt und sich mit seinen Freunden trifft. Sein Ein und Alles ist das Fußballspielen am Nachmittag. Das morgendliche Aufstehen hingegen ist ihm ein Gräuel. Die Notsituation, in die der Junge durch seine Leichtfertigkeit gerät, ist nachvollziehbar. Um sich daraus wieder zu befreien, ist ein guter Freund notwendig. So werden für Kinder wichtige Themen wie Schule, Hausaufgaben, Freundschaft, Vertrauen, Umgang mit Fremden etc. gestreift.
Die Erzählung „Der Sprachabschneider“ verbindet zwei wichtige Teilbereiche des Deutschunterrichts sowohl der Grundschule als auch der unteren Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I: Literatur und Grammatik. Damit bietet sie vielfältige Anknüpfungsmöglichkeiten für den Deutschunterricht, speziell auch für einen integrativen Grammatikunterricht.
Einerseits lässt sich Literaturunterricht damit verwirklichen. Der Junge Paul und sein Widersacher Vielolog können als literarische Figuren beschrieben und charakterisiert werden. Paul als Protagonist der Erzählung macht eine gewisse Entwicklung durch, die sich nachzeichnen lässt. Die Beziehung der beiden Hauptfiguren kann mithilfe von Standbildern dargestellt und untersucht werden. Es lassen sich zahlreiche weitere analytische Aufgaben stellen, sodass die Schülerinnen und Schüler auf diese Weise für den Umgang mit Literatur wichtige Kompetenzen erwerben können.
Auch Grammatikunterricht kann mithilfe der Erzählung angestoßen werden. Paul verliert seine Präpositionen, die bestimmten Artikel, Verbformen und einen Teil der Konsonanten. So können während der Behandlung der Erzählung die verschiedenen Wortarten eingeführt werden. Da deutlich wird, wie Sprache ohne bestimmte Wortarten funktioniert – oder eben nicht funktioniert –, kann reflektiert werden, welche Funktion verschiedene Wortarten im Satzzusammenhang übernehmen.
Reizvoll an der Erzählung ist auch das Spiel mit der Sprache. Zunächst klingen Pauls fehlerhafte Sätze lustig und die Schülerinnen und Schüler werden sicher viel Freude daran haben, auf unterschiedliche Weise mit der Sprache zu spielen. Pauls Sprachfehler laden zur Verbesserung ein und schulen so ein genaues Lesen und Erfassen von Textauszügen.
Zudem bieten sich im Zusammenhang mit der Erzählung viele kreative Aufgaben an. Der Text weist Leerstellen auf, die gefüllt werden können. Pauls Gedanken können durch innere Monologe ausgeführt und in Traumgeschichten weitergesponnen werden.
Grundsätzlich ist es sowohl möglich, die Lektüre der Erzählung im Ganzen aufzugeben, als auch, die Schülerinnen und Schüler den Text sukzessiv lesen zu lassen. Das Modell ist zwar so konzipiert, dass davon ausgegangen wird, dass die Lektüre sukzessive erfolgt. Falls dennoch eine Vorgehensweise favorisiert wird, bei der die Schülerinnen und Schüler vorab lesen, müssen nur wenige Aufgaben abgewandelt werden, die ein Weiterschreiben der Erzählung ohne Kenntnis des Handlungsfortgangs einfordern. Aufgrund der geringen Seitenzahl und der großen Schrift eignet sich die Erzählung auch für eher ungeübte Leserinnen und Leser.
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