Wir leben in einer Zeit rasanter technologischer Entwicklungen und digitaler Transformation: Welche Entwicklungen prägen, Ihrer Meinung nach, den Deutschunterricht der Zukunft – und wie greift Praxis Sprache diese Entwicklungen auf?
Astrid Müller: Da ist natürlich in erster Linie die rasante Entwicklung im Bereich KI zu nennen. Es wird hoffentlich nicht Alltag werden, dass von der KI geschriebene Texte von einer anderen KI korrigiert und bewertet werden. Aber natürlich freuen wir uns, dass wir mit
Praxis Sprache so tolle digitale Möglichkeiten, z.B. durch die
BiBox, anbieten können. Sich Texte vorlesen zu lassen, Vorlagen nutzen zu können, sich Texte in anderen Sprachen und in Dialekten anhören zu können usw. – das sind sehr schöne Möglichkeiten, das Lernen interessanter und abwechslungsreicher zu gestalten.
Tilman von Brand: Der Deutschunterricht wird mehr als andere Fächer immer darauf reagieren müssen, wie und was (nicht nur) junge Menschen sprechen, hören, lesen oder sehen, wie sie kommunizieren und welche Medien sie in welcher Form nutzen. In einigen Bereichen geht es dann darum, Inhalte und Gegenstände neu auszurichten und an neue Erfordernisse anzupassen, in anderen Bereichen wird man auch mal gegensteuern müssen. Insgesamt spielt der ganze Bereich Medien in Praxis Sprache eine viel größere Rolle: Einerseits thematisch, andererseits aber auch in der Aufbereitung des Lernangebots, wie Astrid Müller schon ausführte.