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Wörterschatzkiste
Marie-Claire/ 29.09.2022

Liebe LUPE-Freunde,


wir melden uns nach den Sommerferien mit einem kurzen Beitrag wieder zurück und starten auch auf unserem LUPE-Blog entspannt ins neue Schuljahr. Wir hoffen, ihr hattet ebenso schöne Ferien und habt euch vom Schulalltag erholen können.

Heute wollen wir auf die Praxis mit den Wörterschatzkisten eingehen. Aktuell habe ich ein zweites Schuljahr und wir haben die Arbeit mit dem PASSWORT LUPE Sprachbuch begonnen. Gleichzeitig ist die Arbeit am Grundwortschatz in Reinland-Pfalz ab diesem Schuljahr verpflichtend (in vielen anderen Bundesländern schon länger), weswegen mir die Wörterschatzkiste ziemlich gelegen kommt. Denn in den Handreichungen des Grundwortschatzes ist von einer täglichen Übezeit die Rede, welche durch die Arbeit mit den Schatzkistenwörtern und den vielen Materialien und Übungsvorschlägen leicht zu gestalten und vorzubereiten ist.

Wie ich bereits schon in einem anderen Beitrag erklärte, hat die Wörterschatzkiste (vgl. Bild unten links) eine doppelte Funktion. Zum einen dient sie als Wortschatz-Sammlung für den jeweiligen Texte verfassen-Bereich und zum anderen liefert sie eine Auswahl aus den Grundwortschatzlisten der Bundesländer. Die Schatzkiste findet ihr in jedem Kapitel zu Beginn des Textes verfassen-Bereichs und sie enthält immer 20 Wörter. Da ich den Kindern im 2. Schuljahr nicht zu viele Wörter auf einmal an die Hand geben möchte, teile ich sie auf. Die ersten 10 Wörter bekommen die Kinder direkt zu Beginn und die zweiten 10 Wörter, wenn wir in den Bereich Richtig schreiben einsteigen. Gemeinsam haben wir mithilfe der Tipps zum Lernen (Bild unten rechts) einen kleinen Schreib- und Übungsplan erarbeitet.
Zuerst erhalten die Kinder die ersten 10 Wörter als Wortkarten, schneiden sie aus und schreiben die Wörter in ihr Übungsheft. Zusätzlich überprüfen sie ihre Rechtschreibung, indem sie die Silbenbögen einzeichnen und die Kerne markieren. Außerdem sprechen wir über Stolperstellen/schwierige Stellen. Diese können die Kinder rot umkreisen. Dabei entscheiden die Kinder natürlich individuell. Wichtig sind diese Gespräche, um auf mögliche Fehlerquellen aufmerksam und die Kinder auch zukünftig fehlersensibel zu machen. Oftmals fällt es Kindern anfangs noch sehr schwer, Rechtschreibung einzustufen und Stolperstellen zu erkennen und einzuschätzen.
In den nächsten Tagen/Wochen bekommen die Kinder dann 10 Minuten Zeit für das Wörtertraining und üben die Wörter auf verschiedenen Wegen:

  • Umdreh-Diktat (die Wortkarten liegen verdeckt auf einem Stapel, oberste Karte ziehen, Wort einprägen, wieder umdrehen, aufschreiben)
  • Schleichdiktat
  • Partnerdiktat
  • Tablet-Diktat
  • Popcorn- oder Pommes-Diktat
  • Wörter stempeln
  • nach Anzahl der Silben ordnen
  • nach Anzahl der Buchstaben ordnen
  • Lernwörter in Sätze einbinden/in Kontexte setzen
  • (später dann auch nach dem ABC oder nach Wortarten ordnen)

Auch zu Hause haben die Kinder die Möglichkeit mit den Wortkarten zu üben, denn diese sind immer in einer kleinen Sammelmappe im Ranzen.
In den Kopiervorlagen gibt es noch weitere Materialien. Wenn wir alle 20 Wörter eingeführt haben, bekommen die Kinder das Wörter-Knicki und nach und nach können auch die Übungsvorschläge eingeführt werden.
Am Ende der Trainingsphase schreiben wir ein Wörterdiktat. Natürlich kann man das auch in der Halbzeit einbauen. Das muss man je nach Lerngruppe und Lernfortschritt entscheiden.

Ich hoffe, ich konnte euch zum Schulstart ein wenig inspirieren oder ihr arbeitet auch schon fleißig an den Wörterschatzkisten ;)

Wir wünschen euch allen einen guten Start und ein überwiegend entspanntes Schuljahr mit netten Kindern

Marie-Claire