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Satzbus
Jenny & Hannah / 21.10.2022


Liebe LUPE-Freunde,

wir, Jennifer Simon und Hannah Grönert, Kolleginnen von LUPE-Autorin Marie-Claire Kirchhoff, dürfen heute unsere Stundeneinheit zum Thema „Satzbus“ mit euch teilen.

Wir unterrichten beide jeweils eine heterogene 3. Klasse und arbeiten seit dem zweiten Schuljahr mit LUPE. Insbesondere vom Umfang des Zusatzmaterials und Materialkranzes waren wir von Beginn an hellauf begeistert, sodass wir sehr schnell vom LUPE-Konzept überzeugt waren.
So konnten wir auch in der Stundeneinheit zum Satzbus viele der Materialien einsetzen oder diese nach unseren Vorstellungen erweitern. Zu Beginn der Einheit haben wir den Satzbus mithilfe des digitalen Tafelbildes in der BiBox für alle veranschaulicht. Die Schülerinnen und Schüler durften exemplarisch einen Satz im Plenum an der Tafel umstellen.

Im Anschluss daran arbeiteten die Kinder in Partnerarbeit und konnten mithilfe der Kopiervorlage des Satzbusses und durch in Satzglieder eingeteilte Satzstreifen entdeckend lernen, wie ein Aussagesatz umgestellt werden kann. Zusätzlich zu den vorhandenen Kopiervorlagen hatten leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, eigene Sätze auf Karten zu schreiben. Dies ermöglichte ihnen, der Gruppierung von Wörtern zu Satzgliedern eigenständig auf die Spur zu kommen. Viele Kinder bemerkten somit bereits früh, dass manche Wörter immer nur gemeinsam im Satz verschoben werden können, um den Sinn nicht zu verändern.
Weiterhin wurden den Kindern im Laufe der Einheit Wortkarten zur Verfügung gestellt, die sie auf der Kopiervorlage des Satzbusses zu einem vollständigen Satz zusammenlegten. Dieser Satz wurde möglichst oft umgestellt und ins Heft notiert. Da die Kinder mithilfe der „Busprobe“ gelernt hatten, dass immer nur ein Satzglied vor der sogenannten „Reiseleitung“ (= Prädikat) stehen darf, konnten sie mit dieser Übung ebenfalls selbstständig die Satzglieder des Satzes ermitteln.
In den nachfolgenden Stunden wurden dann gemeinsam der Begriff des Prädikats, das zweiteilige Prädikat und der Fragesatz thematisiert.

Das Erkennen des Prädikats gestaltete sich für die Kinder unproblematisch, da sie dieses zuvor als „Reiseleitung“ kennengelernt hatten. So gelang es ihnen zügig, eigenständig zu formulieren, dass das Prädikat in einem Aussagesatz immer an zweiter Stelle steht.

Ebenso wurde den Kindern schnell bewusst, dass das Prädikat essenziell für den Sinn des Satzes ist: „Ohne die Reiseleitung weiß der Andere (Zuhörer/Leser) nicht, was passiert, also wo die Reise hingeht.“ Interessant fanden wir auch, dass die Kinder bereits in den Anfängen der Einheit eine Verbindung zwischen der „Reiseleitung“ und der Wortart Verb herstellten, was wir in Schülergesprächen während der Partnerarbeitsphasen häufig heraushören konnten.
Zur Erfassung des zweiteiligen Prädikats benötigten die Schülerinnen und Schüler beider Klassen etwas mehr Übezeit.
Durch eigenständiges Umstellen des Satzes gelangten sie dann zu der Erkenntnis, dass das Prädikat in manchen Sätzen aus zwei Teilen besteht und der zweite Teil (in diesem Beispiel das Wort „ab“) immer am Ende steht.
Auch hier konnten die Kinder wieder die bekannte Kopiervorlage des Satzbusses nutzen.
Durch die Aufgabenstellung im Sprachbuch wurden die Schülerinnen und Schüler immer kindgerecht an das Entdecken und das In-Worte-Fassen der Sprachphänomene herangeführt.
Zusammengefasst werden diese Entdeckungen auf jeder Seite im gelben „Das haben wir herausgefunden!“-Teil. Da solche Merkkästen gerne mal von den Kindern überlesen werden, empfinden wir es als sehr hilfreich, dass sich jeder dieser Kästen auch unter den digitalen Tafelbildern befindet.
Diese finden bei uns regelmäßig meist am Ende der Stunde ihren Platz an der Tafel, nachdem die Kinder zuvor in eigenen Worten ihre neuen Erkenntnisse versprachlichen. Da wir zusätzlich zum Sprachbuch und dem Arbeitsheft die passenden „TEAM LUPE ERMITTELT“-Hefte (hier: „Der verschwundene Pokal“) verwenden, können die Kinder ihr neu gewonnenes Wissen durch ausgiebiges Üben festigen. Die Arbeit mit den „TEAM LUPE ERMITTELT“-Heften ist nebenbei auch sehr arbeitserleichternd für uns Lehrkräfte, da sie genug zusätzliche Übungsmöglichkeiten parallel zu den Sprachbuchseiten bieten und somit für uns meist das Erstellen eigener Arbeitsblätter entfällt.
Die Hefte sind für die Kinder sehr ansprechend und anschaulich gestaltet. Die Aufgabenstellungen sind in den meisten Fällen selbsterklärend, sodass die Kinder eigenständig darin arbeiten können.

Die Unterrichtseinheit endete mit dem Verlängern von Sätzen mit eigenen Satzgliedern. Den Kindern hat diese Aufgabe besonders Freude bereitet, da sie sich gegenseitig immer wieder versuchten, mit weiteren Satzgliedern zu übertrumpfen. So wurde daraus schnell ein gemeinsames Spiel: In Vierergruppen erhielten die Kinder einen kurzen Satz. Dann ging es reihum, jeder musste den Satz wiederholen und durfte ihn dann immer um ein weiteres Satzglied erweitern – ähnlich wie bei dem Spiel „Ich packe meinen Koffer“.

Am Ende wurde der längste gebildete Satz aufgeschrieben und im Plenum vorgetragen. Die Gruppen waren mächtig stolz, ihre Ergebnisse präsentieren zu dürfen.

Ein wirklich gelungener Abschluss der Stundeneinheit! Wir hoffen, euch hat der kleine Einblick in unsere Stundeneinheit rund um den Satzbus gefallen.

Liebe Grüße

Hannah und Jenny